Stadtverwaltung und AWO beraten zu Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung

Die aktuelle Krise lässt viele über den Ernstfall nachdenken: Was passiert, wenn ich selbst schwer erkranke und wer kann dann im Notfall für mich entscheiden?

Ob durch Krankheit, einen Unfall oder durch altersbedingten Abbau: Jeder Mensch kann in die Situation kommen, nicht mehr über sich selbst bestimmen zu können. Für einen solchen Fall lässt sich mit einer Vorsorgevollmacht vorbeugen. Sie regelt für diese Situationen, welche Vertrauensperson im Notfall Entscheidungen treffen darf. Für die Erstellung einer Vorsorgevollmacht sind verschiedene Punkte zu berücksichtigen, damit die Vollmacht auch rechtskräftig zum Einsatz kommen kann. Dafür stehen Frankenthaler Bürgern mehrere Ansprechpartner zur Verfügung. Aufgrund der Infektionsschutzbestimmungen in der Corona-Krise findet die Beantwortung von Fragen dazu ausschließlich telefonisch statt. Das notwendige Informationsmaterial kann im Internet unter www.bmjv.de heruntergeladen werden oder wird auf Wunsch zugesendet.

Bei der Betreuungsbehörde der Stadtverwaltung Frankenthal stehen Melanie Krebs (Tel. 06233/89336), Martina Pisek (Tel. 06233/89484) und Nadja Goldmaier (Tel. 06233/89369) für Fragen zu einer Vorsorgevollmacht zur Verfügung. Beim AWO-Betreuungsverein ist Jerry Schackert (Tel. 06233/369030, info@awo-betreuungsverein-ft.de) Ansprechpartner. Der AWO – Betreuungsverein beantwortet ebenfalls Fragen zum Thema Patientenverfügung.

Hintergrundinfos zur Patientenverfügung

In der Patientenverfügung können die persönlichen Wünsche zur Behandlung, z.B. mit intensivmedizinischen Geräten, festgehalten werden. Sobald eine wirksame Patientenverfügung vorliegt, müssen Mediziner diese bei ihren Entscheidungen berücksichtigen. Der Inhalt der Patientenverfügung sollte in regelmäßigen Abständen dahingehend überprüft werden, ob die Angaben darin immer noch den eigenen Wünschen entsprechen. Hierfür kann auch ein Gespräch mit dem Hausarzt hilfreich sein.

Hintergrundinfos zur Vorsorgevollmacht

Die Annahme ist weit verbreitet, dass Ehepartner und erwachsene Kinder oder andere nahestehende Angehörige automatisch die rechtliche Vertretung ausüben dürfen. Dies ist jedoch nicht der Fall. Oft müssen aufwändige Betreuungsverfahren angeregt werden in Situationen, in denen eine Vorsorgevollmacht ausreichend wäre. Im Idealfall bevollmächtigt jeder Erwachsene frühzeitig für sich eine Vertrauensperson und bespricht mit dieser die eigenen Wünsche und Wertvorstellungen. Auch junge Volljährige können eine Vorsorgevollmacht formulieren, um für den Ernstfall vorzusorgen.

Auf einen Blick

Betreuungsbehörde der Stadtverwaltung Frankenthal

Melanie Krebs, Tel. 06233/89336

Martina Pisek, Tel. 06233/89484

Nadja Goldmaier, Tel. 06233/89369

www.frankenthal.de (unter „Leben in Frankenthal“ – „Gesellschaft und Soziales“)

AWO-Betreuungsverein

Jerry Schackert, Tel. 06233/369030

info@awo-betreuungsverein-ft.de